The Column, 2013

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Adrian Paci, The Column, 2013

«The Column entstand aus einer Geschichte heraus, die mir ein befreundeter Restaurator erzählt hatte. Er musste eine Marmorskulptur für das Schloss, das er gerade restaurierte, schaffen. Jemand sagte ihm, er solle sich in China umschauen, die hätten dort guten Marmor, gute Handwerker, billige Arbeitskräfte - und sie seien schnell, denn die Arbeit könne während des Transports auf dem Schiff vollbracht werden. Ich fand das grandios. Es klang so komisch, gleichzeitig verrückt und fabelhaft, eine Art Mythos und trotzdem im Einklang mit der kapitalistischen Logik des Profits: die Zusammenlegung von Produktionszeit und Transportzeit. [...] Es gibt in diesem Projekt eine Koexistenz von Konflikt- und Märchenhaftigkeit, von Realität und Fiktion. [...] Es existiert eine narrative Erzählstruktur, und die Chronik der realen Fakten vermischt sich mit Legenden- und Märchenhaftem. Natürlich war eines der Elemente, die mich besonders zu The Column angeregt hatten, die Tatsache, dass eine klassische westliche Säule von einer Gruppe asiatischer Arbeiter auf dem Weg nach Europa erschaffen wird. Wie du schon gesagt hast, in gewisser Weise ist das für die Säule eine Art ‹Heimkehr›.»


 

Bio

Adrian Paci
(1969, Shkodër, Albanie) vit et travaille à Milan.
Il étudie les beaux arts à l’University of Arts de Tirana. En 1999, il représente son pays à la Biennale de Venise et, depuis 2005, son travail fait l’objet de nombreuses expositions personnelles au Kunsthaus de Zurich, au Centre d’art contemporain de Tel Aviv et au Bloomberg Space à Londres notamment. Il participe également à plusieurs expositions collectives : Manifesta3 à Ljubljana (2000), Biennale de Venise (2005), Tate Modern de Londres (2008), Maxxi de Rome, Biennales de Lyon et de La Havane (2011).

Courtesy the artist, kaufmann&repetto, Milano and Galerie Peter Kilchmann, Zurich